Münster – Stadt der Zuflucht

Bündnis für Zuflucht

Stadt der Zuflucht fordert auch auf dem Katholikentag: 370 Geflüchtete zusätzlich aufnehmen!

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Es fehlen Lebensmittel. Es gibt zu wenig Ärzte, Psychologen, Rechtsberater. Aber das Schlimmste für die Menschen ist die fehlende Perspektive. Auf Lesbos herrscht eine Art „Asyl-Lotterie“.


Das berichtet Andre B., ein Freiwilliger von „No-Border-Kitchen“, der gerade von einem mehrmonatigen Einsatz auf Lesbos zurück ist. Dort harren noch immer Geflüchtete in völlig überfüllten Lagern und zum Teil auf der Straße aus und hoffen auf europäische Solidarität. Und die Anzahl der hilfesuchenden Menschen wächst weiterhin.

In Münster setzt sich die Initiative „Münster – Stadt der Zuflucht“ für diese Menschen ein:

Wir fordern, dass Münster über seine Verpflichtungen hinaus die symbolische Zahl von 370 Geflüchteten aufnimmt, um ein Zeichen für europäische Solidarität zu setzen. Die symbolische Zahl 370 bezieht sich hierbei auf die Jahre, die seit dem Westfälischen Frieden vergangen sind; als Friedensstadt ist Münster unserer Ansicht nach besonders in der Verantwortung. Neben dem Katholikentag unter dem Motto „Suche Frieden“ und der großen Friedensausstellung in vier Museen würde dieses Engagement Münster gut zu Gesicht stehen, zumal die Kapazitäten vorhanden sind.
Wir sind überzeugt, dass in der gegenwärtigen politischen Situation den Kommunen als den Orten gelebter Solidarität bei der Aufnahme geflüchteter Menschen eine besondere Bedeutung zukommt.
Wir fühlen uns in dieser Meinung bestärkt durch ähnliche zivilgesellschaftliche Initiativen in etwa 15 anderen deutschen Städten und in weiteren europäischen Städten u.a. in Polen, Schweden, Frankreich und Spanien. Auch Osnabrück als zweite Stadt des Westfälischen Friedens ist mittlerweile durch einen Ratsbeschluss eine Stadt der Zuflucht und der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode unterstützt dieses Vorhaben.
Wir wissen, dass die Aufnahme einer gewissen Anzahl von Menschen aus dem europäischen Ausland nur ein kleiner Beitrag wäre angesichts der globalen Situation. Nichtsdestotrotz läge darin ein großer symbolischer Wert und es wäre zumindest ein kleiner Schritt in Richtung legaler Zufluchtswege und einer humanen und nachhaltigen Aufnahme Geflüchteter. Starke und klar positionierte Kommunen könnten und sollten dabei eine wichtige Rolle spielen.

Um unser Ziel in Münster zu erreichen, möchten wir folgenden Ratsbeschluss erwirken:
Der Rat möge die Verwaltung beauftragen, Umsetzungs- und Finanzierungsmöglichkeiten zu erarbeiten, um die Aufnahme dieser zusätzlichen Geflüchteten zu ermöglichen.

Unterstützen Sie unsere Initiative durch eine Unterschrift (online oder hier vor Ort):

www.ms-stadt-der-zuflucht.de

https://weact.campact.de/petitions/munster-stadt-der-zuflucht-370-gefluchtete-zusatzlich-aufnehmen

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